Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

MRT

Was versteht man unter "Magnetresonanztomographie"?

Mit der Magnetresonanztomographie werden Schnittbilder des menschlichen Körpers ohne Strahlenbelastung angefertigt. Der Patient wird in das Magnetfeld gebracht. Die körpereigenen Wasserstoffprotonen werden dadurch ausgerichtet und können durch einen Hochfrequenzimpuls angeregt werden. Das bewirkt ein Signal, das dem Bildaufbau dient.
Infolge des unterschiedlichen Gehaltes an Wasserstoffprotonen und der unterschiedlichen Zusammensetzung der Gewebe ist damit eine sehr genaue Unterscheidung möglich. Mit Hilfe eines Computers werden die Signale ausgewertet und als Bild dargestellt.
Auch die Gefäße können ohne Katheter dargestellt werden. Verschiedene Körperfunktionen können mit der Magnetresonanz gemessen werden, wie zum Beispiel die Durchblutung des Gewebes.

Kontrastmittel

Zur genaueren Beurteilung einer Erkrankung muß manchmal ein Kontrastmittel über eine Armvene injiziert werden. Der Arzt wird dies mit Ihnen im Aufklärungsgespräch besprechen.
Durch die Gabe von Kontrastmittel wird, wie der Name schon vermuten lässt, der Bildkontrast verstärkt und zusätzliche Informationen können gewonnen werden.
Das Kontrastmittel ist in der Regel sehr gut verträglich und kann auch bei einer Allergie gegen Röntgenkontrastmittel verwendet werden. Es wird innerhalb weniger Stunden mit dem Urin ausgeschieden. Obwohl keine schädigenden Wirkungen bekannt sind, erhalten schwangere Frauen aus Sicherheitsgründen kein Kontrastmittel.

Ablauf der MR-Untersuchung

Zur Untersuchung muß die zu untersuchende Körperregion in die Mitte einer ca. 70 cm weiten Röhre gefahren werden.
Vor der Untersuchung müssen alle magnetischen Gegenstände wie Schmuck, Geldbörse, Scheckkarten, Schlüssel, Uhr, etc. abgelegt werden.
Patienten mit einem Herzschrittmacher oder einer Innenohrprothese können nicht untersucht werden.
Für eine MR-Untersuchung sollten Sie 30-60 Minuten Untersuchungszeit einplanen. Solange dauert es, bis die Messungen durchgeführt und der Computer die Bilder berechnet hat. Während der Untersuchung müssen Sie ganz ruhig liegen, damit die Aufnahmen nicht verwackelt werden.
Falls Sie zu große Probleme mit der räumlichern Enge im Gerät haben, kann durchaus eine Beruhigungsspritze verabreicht werden. Wegen der vorübergehenden Einschränkung Ihrer Reaktionsfähigkeit dürfen Sie dann aber 24 Stunden nach der Untersuchung kein Kraftfahrzeug oder Zweirad steuern und nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten. Am besten, Sie lassen sich nach der Untersuchung abholen.

Indikation zur MRT

MRT des Schädels

Die MRT beantwortet Fragen über mögliche Tumore, Entzündungen, Blutungen und ist die empfindlichste Methode einen Schlaganfall zu diagnostizieren. Fehlbildungen wie Aneurysmata können nicht-invasiv erkannt werden. Spezialuntersuchung der Hypophyse, des Felsenbeines und der Orbita helfen weitere Krankheitsentitäten aufzudecken.
MRT der Wirbelsäule

Die MRT beantwortet Fragen über einen möglichen Bandscheibenvorfall und degenerative Veränderungen, Entzündungen, Tumoren oder informiert über Fehlbildungen.
MRT der Halsregion

Die MRT ermöglicht ein sinnvolles Lymphknotenstaging, informiert über Hals-, Nasen- und Ohrentumore, Entzündungen und Infektionen und dient postoperativen Verlaufskontrollen.
MRT des Herz

Die MRT beschreibt kongenitale Vitien, (para-)kardiale und mediastinale Raumforderungen. Die ventrikulären Funktionen können bestimmt werden (ergänzend zur Echokardiographie)
MRT Angiographie

Mittels MRT lassen sich supraaortale Gefäße mit Halsgefäßen bis nach intrakraniell, die Aorta, die Pulmonalarterien, Viszeralarterien und die Becken-Bein-Strombahn darstellen und relevante Stenosen abklären.
MRT von Oberbauch und Becken

Pathologische Prozesse in Leber, Pankreas, Nieren, Nebennieren, Darm, Harnblase, Uterus, Ovarien, Prostata sind effektiv zu beurteilen.
MRT der Gelenke

Die MRT beschreibt Tumoren der Knochen und Weichteile, Entzündungen , Frakturen. Die verschiedenen Gelenke und die jeweiligen artikulären Strukturen wie Menisken, Bänder, Sehnen können im Detail begutachtet werden.
Letzte Änderung: 19.04.2016 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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