Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kardio-CT

VIDEO????

Kardio-CT - eine Untersuchung des Herzens mittels Computertomographie

  • Was ist eine Kardio-CT?
  • Was kann mit der Kardio-CT untersucht werden?
  • Wie muss sich der Patient auf diese Untersuchung vorbereiten?
  • Wie wird die Kardio-CT durchgeführt?
  • Vorteile der Kardio-CT
  • Nachteile der Kardio-CT
  • Ist die Untersuchung mit Risiken verbunden?
  • Was passiert, wenn krankhafte Befunde entdeckt werden?
  • Wer übernimmt die Kosten?
  • Wie kann sich der Patient anmelden?

Was ist eine Kardio- CT?

Mit der modernen Mehrschichtcomputertomographie ist es möglich, eine sehr genaue Untersuchung des Herzens durchzuführen. Neben der Darstellung der Herzanatomie, wie der Herzmuskulatur, Klappen und Herzkranzgefäße, ermöglicht sie gleichzeitig eine Beurteilung der Funktion des Herzens.

Die Datenerhebung erfolgt durch eine um den Patienten kreisende Röntgenröhre mit einem Detektor, die spiralförmig die Region des Herzens in ca. 20 Sekunden erfasst. Zur Erzeugung bewegungsfreier Bilder wird während der Untersuchung der Herzschlag mit einem EKG abgeleitet. Im Anschluss werden die gewonnenen Informationen zunächst in Schichtaufnahmen umgerechnet, die dann in ein 3-dimensionales Bild umgerechnet werden können.

Was kann mit der Kardio-CT untersucht werden?

Die Entscheidung zur Durchführung einer Computertomographie des Herzens wird in enger Kooperation mit den Kollegen der kardiologischen Klinik gestellt. Man kann die Untersuchung sowohl mit als auch ohne Kontrastmittel durchführen. Dieses hängt von der jeweiligen Fragestellung ab. Die Kardio-CT ist geeignet:

  • als Vorsorgeuntersuchung bzw. zur Abschätzung des Herzinfarktrisikos , da sich Erkrankungen der Herzkranzgefäße, insbesondere ihre Verkalkungen, relativ sicher ausschließen bzw. darstellen lassen
  • im Rahmen der Nachsorge die Durchgängigkeit von Bypassgefäßen zu überprüfen; so können ggf. Verengungen im Verlauf, sowie im Bereich des Anschlusses an die Herzkranzgefäße nachgewiesen werden
  • bei besonderen Fragestellungen als Alternative zur Herz-MRT-Untersuchung, wenn bestimmte hindernde Faktoren, wie z. B. ein Zustand nach Herz-Schrittmacher-implantation oder aber Platzangst vorliegen
  • Unter gewissen Umständen kann die Kardio-CT auch sinnvoll sein, wenn Sie Brustbeschwerden haben. Die Computertomographie kann hier sicher nachweisen, dass die Herzkranzgefäße unauffällig sind, so dass eine Herzkatheteruntersuchung vermieden werden kann

Wie muss sich der Patient sich auf diese Untersuchung vorbereiten?

  • Sie brauchen für diese Untersuchung nicht nüchtern zu sein, es bedarf keiner speziellen Vorbereitung.
  • Jedoch ist es ratsam, vor der Untersuchung nicht zu rauchen oder ausgiebig Kaffee zu trinken, um die Anzahl der Herzschläge/Minute nicht unnötig zu erhöhen, da dieses die Qualität der Untersuchung beeinträchtigen kann.

Wie wird die Kardio-CT-Untersuchung durchgeführt?

Nach einem Aufklärungsgespräch erhalten sie je nach Fragestellung eine Nadel in eine Vene gelegt, um ggf. Kontrastmittel spritzen zu können. Die Untersuchungszeit beträgt ca. 45 Minuten, wobei die eigentliche Röntgenstrahlenexposition, während der Patient den Atem anhalten sollte nur ca. 30 Sekunden in Anspruch nimmt.

Da wir als Universitätsklinik ständig auch unvorhersehbare schwere Notfälle zu versorgen haben, kann es in Ausnahmefallen leider vorkommen, dass Sie trotz Terminvergabe auf Ihre Untersuchung warten müssen.

Vorteil der Kardio-CT

Die Kardio-CT-Untersuchung ist für manche Patienten angenehmer als die klassische Herzkatheteruntersuchung, da sie nicht-invasiv, also ohne einen direkten Eingriff in den Körper durch den Herzkatheter, durchgeführt werden kann.

Nachteile der Kardio-CT

Während der Untersuchung ist eine Intervention, also z. B. das Einsetzen eines Stents in ein verengtes Herzkranzgefäß nicht möglich, so dass eine konventionelle Herzkatheteruntersuchung angeschlossen werden muss.

Ist die Untersuchung mit Risiken verbunden?

Bei der Computertomographie werden Röntgenstrahlen benötigt, deren Dosis beim mehrfachen einer normalen Röntgenaufnahme liegt. Die Gefahr hierdurch eine Erkrankung bei Ihnen auszulösen, ist gegenüber dem Nutzen der Untersuchung als gering einzustufen. Weiterhin kann durch die Gabe von Kontrastmittel die Niere geschädigt werden und/oder eine allergische Reaktion ausgelöst werden.

Diese Risiken sind jedoch auch bei einer Herzkatheteruntersuchung vorhanden und können bei erhöhtem Risikoprofil durch geeignete Maßnahmen verhindert oder minimiert werden.

Was passiert, wenn krankhafte Befunde entdeckt werden?

Sollte die Kardio-CT einen krankhaften Befund bei Ihnen nachweisen, ist unter Umständen die Durchführung einer invasiven Herzkatheteruntersuchung im herkömmlichen Sinne zur Befundsicherung und ggf. sofortigen Therapie erforderlich. Dabei arbeiten wir eng mit den kardiologischen und chirurgischen Spezialisten in unserem Haus zusammen, es erfolgt eine gemeinsame Befundbesprechung und ggf. Therapieplanung.

Wer übernimmt die Kosten?

Die Kosten für die CT-Untersuchung werden von den verschiedenen Krankenkassen unterschiedlich übernommen, so dass diese Frage vorab geklärt werden muss.

Wie kann sich der Patient anmelden?

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin
Direktor: Prof. Dr. med. M. Pech
Leipziger Str.44
39120 Magdeburg

Computertomographie - Kardio-CT
Tel.: +49 (391) 6713017
eMail: Radiologie

Letzte Änderung: 19.11.2018 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
Anschrift

Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin

Leipziger Str. 44

39120 Magdeburg

Kontakt RadiologieKontakt Nuklearmedizin
 
 
 
 
2017_01-18-20_RAD-Forschung_Seite_1
Forscher für die Zukunft DRG
Radiologie als therapeutische, klinisch forschende Disziplin
18.-20.01.2016
 
 
 
 
friebe
Podcast der Zeitschrift "Radiology"