UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR RADIOLOGIE UND NUKLEARMEDIZIN

Offenes MRT

Offenes MRT - was ist das?

Beim offenen MRT stehen sich 2 magnetische Polschuhe in einem Abstand von 45cm gegenüber. Zwischen diesen wird man als Patient (in) gelagert. Gehalten und gestützt werden diese von 2 seitlich orientierten Pfeilern. Dadurch bleibt eine 160cm weite Öffnung mit freiem Blick erhalten, der dem Patienten ein erhebliches Raumgefühl vermittelt. Allerdings ist die mögliche Feldstärke des Systems, die u. a. für den Signalanteil verantwortlich ist, im Vergleich zu den üblichen 1.5 Tesla Systemen reduziert, was aber durch die Besonderheit des vertikalen Magnetfeldes größtenteils wieder ausgeglichen werden kann.

Offenes MRT - für wen?

MRT 2Ideal ist die diagnostische Untersuchung am offenen MRT für Kinder und ängstliche Erwachsene Patienten, da man bequem und entspannt liegen kann und ggf. Blickkontakt zu Begleitpersonen halten kann. Vom offenen System profitieren darüber hinaus insbesondere Übergewichtige und Patienten mit Bewegungseinschränkung. Allerdings gilt weiterhin, das man sich während der Aufnahme nicht bewegen sollte, um die Bildqualität nicht zu reduzieren. Manchmal müssen so genannte Oberflächenspulen benutzt werden, um die Bildqualität zu optimieren.

Das wiederum kann unter Umständen das Gesichtsfeld einschränken. Eine Besonderheit unserer Geräteinstallation ist eine zusätzlich im MR- Raum eingebaute Lichtanlage, die es erlaubt, unterschiedliche, warme Farben und Farbspiele an die Wand zu projizieren. Dieses besondere Lichtambiente bietet zusätzlich Raum für Entspannung und reduziert den Stress der Untersuchung.

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Offenes MRT = Interventionelles MRT

MRT 6Das Gerät ist ein Meilenstein für die Entwicklung der mikroinvasiv-interventionellen Therapie. Erstmalig bieten sich durch den offenen Zugang potentiell unlimitierte Möglichkeiten, mikrotherapeutische Eingriffe unter MR- Bildgebung vorzunehmen.

Aus diesem Grunde wird der Zeit an der Klinik für Radiologie und Nukelarmedizin unter weltweit exklusiver Förderung durch die Fa. Philips ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt durchgeführt, dessen Ziel die Entwicklung und Etablierung interstitieller mikrotherapeutischer Eingriffe ist. Herausragender Grund für die Wahl der MRT für die Bildführung ist der absolut konkurrenzlose Bildkontrast, der mit keinem anderen Verfahren zur Bildführung erzielt werden kann.

Schnelle dynamische Gradientenecho-Sequenzen visualisieren MR- kompatible Instrumente in der Bewegung. Dadurch können Läsionen gezielt erkannt und punktiert werden.

Indikationspektrum

  • diagnostische Biopsie
    • von unklaren Primärtumoren
    • von Metastasen
    • von suspekt vergrößerten Lymphknoten
  • Drainage
    • von Zysten
    • von Abszessen
    • von Hämatomen
  • Sympathektomien
  • periradikuläre Therapie (PRT) degenerativer Spinalerkrankungen
  • lokale Applikation von Medikamenten
  • lokale Tumortherapie mittels
  • Afterloading (AL)
    • Radiofrequenzabaltion (RFA)
    • Laserinduzierte Thermotherapie (LITT)

Letzte Änderung: 06.04.2020 - Ansprechpartner:

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